Zusammen mit Paula König und Annaliisa Krage

Élan ist eine künstlerisches Forschungsprojekt. Im Rahmen unseres Projektes haben wir Beiträge von Menschen vornehmlich in
Deutschland und Frankreich, aber auch darüber hinaus hier gesammelt, die sich auf verschiedenste Weise mit Interkulturalität,
interkulturellem Austausch und Kommunikation beschäftigen.

Anhalts- und Ausgangspunkt ist für uns dabei die interkulturelle Arbeitsweise der französisch-libanesischen Schriftstellerin, Poetin und
Malerin Etel Adnan gewesen.

Anhalts- und Ausgangspunkt ist für uns dabei die interkulturelle Arbeitsweise der französisch-libanesischen Schriftstellerin, Poetin und
Malerin Etel Adnan gewesen.

Als gedankliche Referenz für unsere Sammlung diente das Bild des Berges, den Etel Adnan in ihrer Arbeit intensiv in Texten und
Malereien umkreist.

Wir näherten uns den Themen Interkulturalität und interkulturellem Austausch aus der freien, künstlerischen Recherche heraus und stellen
in unserer Publikation eine Sammlung poetischer, sinnlicher sowie sachlicher Beiträge unterschiedlicher Form nebeneinander.

Im November verbrachten wir mit Hilfe der Förderung der Familie Mehdorn Stiftung eine Woche in Paris. Diese Zeit in Paris war wichtig,
um sowohl befreundete KünstlerInnen zu treffen, deren Beiträge in der Publikation erscheinen sollten, neue Menschen und
Kulturinstitutionen kennenzulernen, die für unsere Themen interessant sein könnten und ihnen unser Projekt vorzustellen, als auch
verschiedene Galerien und Museen zu besuchen, um uns weiter mit dem Werk Etel Adnans bekannt zu machen. Besonders eindrucksvoll
hierzu war unser Besuche der Galerie Lelong, in der uns die Galeristin exklusive Lithographien Etel Adnans zeigen konnte. Viele der
Beiträge in unserer Publikation sind Ergebnis dieser Woche in Paris. So zum Beispiel die Malerei ‘Procession’ von Maija Lassila, die
dieses Gemälde während ihres Aufenthaltes in der Cité Internationale des Arts Paris im Herbst 2018 gemalt hatte, kurz bevor wir sie dort
besuchten. Wir lernten außerdem Hedwig Rïlov kennen, die uns ihr Zuhause, die Künstlerkolonie La Ruche vorstellte. Diese ist eines der
Zentren der künstlerischen Moderne des 20. Jahrhunderts gewesen (vergleichbar mit dem Bateau Lavoire) und dient bis heute als
Residenz für KünstlerInnen.

Ausgehend von unseren Erfahrungen und Begegnungen in Paris habe wir begonnen unser Netzwerk an Kontakten weiter auszuweiten.
So kamen wir zum Beispiel in Kontakt mit Klaudia Ruschkowski, der Übersetzerin von Etel Adnans Texten in das Deutsche. Über sie
lernten wir Hanna Mittelstädt vom Edition Nautilus Verlag und die Komponistin Ulrike Haage kennen, die beide intensiv mit Etel Adnan
zusammenarbeiten. In unserer Publikation geht es häufig um die Fragen der Übersetzung – Übersetzung von Bildern in Text, Übersetzung
von Gedanken in verschiedene Sprachen, Übersetzung bzw. Umsetzung von Text in Musik. Zugleich war es uns wichtig künstlerische
Arbeiten von jungen KünstlerInnen vorzustellen, die entweder auf unsere Anfrage für die Publikation entstanden sind, oder in dieser in
einem neuen Zusammenhang gezeigt werden.

Zu sehen sind Arbeiten von: Sebastian Reis, Maija Lassila, Elodie Humbert.

Die Publikation ist in Zusammenarbeit mit den Grafikdesignerinnen Deborah Bialowons und Anika Mohr entstanden, die im
Masterstudiengang Typographie/Kommunikationsdesign an der Muthesius Kunsthochschule studieren. Der Druck der Publikation wurde
durch die Förderung der Familie Mehdorn Stiftung und eine zusätzliche Förderung der Muthesius Kunsthochschule ermöglicht.

Durch eine ISBN-Nummer und die Veröffentlichung der Publikation durch die Muthesius Kunsthochschule erreichen wir eine große
Öffentlichkeit. Unsere Publikation ist dabei einerseits eine Recherchedokumentation, ein Katalog und zugleich ein Künstlerbuch.